Die Pflege von Angehörigen durch ausländische Kräfte ist seit Jahren ein Thema, das die Menschen berührt. Derzeit ist es aber brandaktuell, weil gesetzliche Vorschriften ein Handeln erfordern.
Da viele Pflegebedürftige ausländisches Personal beschäftigen ist es mir wichtig, Sie über die zukünftigen Meldebestimmungen zu Informieren.

>  Die 24-Stunden-Betreuung durch ausländische Kräfte muß bis 30. Juni 2008 gemeldet sein, damit keine Sanktionen zu befürchten sind.
> Die einzige, finanziell leistbare Variante ist die Anmeldung der Betreuungskräfte als Freies Gewerbe „Personenbetreuung“ auf der Bezirkshauptmannschaft. Das sollte bis 30. April 2008 erfolgen.
> Geschieht die Anmeldung nach dem 30. April, muss man vorher auf die Wirtschaftskam-mer in Mattersburg (ehem. Berufsschule) um eine „Neugründungsbestätigung“.

Für die Anmeldung wird benötigt:
+ Meldezettel der Betreuerin (Haupt- oder Nebenwohnsitz). Wohnsitz nach dem Wechsel nicht abmelden!
+ Reisepass oder Personalausweis
+ Übersetzte und beglaubigte Strafregisterbescheinigung des Heimatstaates (zeitgerecht beantragen!)
+ Passfoto
+ Werkvertrag (pflegende+zu pflegende Person, div. Persönliche Daten, auf unbestimmte Zeit, Sozialabgaben durch Gepflegte zu bezahlen, Entgelt von €... plus Kost u. Logie, Kündigungsmöglichkeit)
> Notwendigkeit der Rund-um-die Uhr-Betreuung für Patienten mit Pflegestufe 3+4 muss vom Arzt bestätigt werden.
> Höchsteinkommen von max. € 2.500,-, Vermögen von max. € 7.000,- eintragen
> einmalige Kosten von € 92,- an Wirtschaftskammer und € 15,- an BH
> Sozialabgaben pro Monat: ca. € 141,- (1.-3. Jahr), € 220,- ab 4. Jahr
> Förderung seitens des Bundessozialamtes: € 112,50/Monat ab Pflegestufe 3
> Bei Anmeldung der Betreuerinnen bis 30. Juni ist für sie kein Befähigungsnachweis notwendig. Für später Eintretende soll das notwendig werden.
> Die An- und Abmeldung der Betreuerinnen auf der Wirtschaftskammer (die einzige spätere Tätigkeit) soll immer mit Monatsende erfolgen.
> Die Betreuerinnen sind krankenversichert, pensionsversichert und unfallversichert. Sie erhalten auch eine e-Card.
> Die Nettokosten sind von der Steuer abschreibbar!

 Formulare sind in den Gemeindeämtern oder auf der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Wenn das alles zeitgerecht erledigt wird, ist alles im gesetzlichen Rahmen und die tatsächlichen Mehrkosten sind geringfügig.

Für allfällige Fragen stehe ich Ihnen unter 0664/4318075 gerne zur Verfügung.

Johann Lotter
Obmann des SDS