Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Patientenbehandlung

Rezar: „Ich bin stolz auf die Qualität in den burgenländischen Krankenanstalten!“

Rechnungshofbericht - Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Patientenbehandlung in burgenländischen Krankenanstalten

 

Der Rechnungshof überprüfte von April bis Juni 2013 im Rahmen einer Querschnittsüberprüfung Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Patientenbehandlung in allen fünf burgenländischen Krankenanstalten. „Die burgenländischen Krankenanstalten sind hervorragend geführt. Die Qualität der Leistungen und das Qualitätsmanagement sind sehr gut. Die Häuser stellen sich strengen Qualitätskriterien. Zu dieser Arbeit hatte der Rechnungshof auch nichts auszusetzen. Die Empfehlungen des Rechnungshofes sind hauptsächlich formalistisch-bürokratischer Natur. Wir stellen die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung in den Mittelpunkt, so wohnortnahe wie möglich und so zentral wie nötig“, so Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar, der heute, Dienstag, mit Vertretern der Burgenländischen Krankenanstaltengesellschaft sowie des Konvents der Barmherzigen Brüder über die wichtigsten Ergebnisse der RH-Prüfung informierte.

 

Zum Beispiel bemängelt der Rechnungshof, dass Kooperationsvereinbarungen zwischen den burgenländischen Krankenhäusern oder Abläufe  nicht immer schriftlich festgehalten wurden. „Das notwendige Maß an Formalkriterien wird vom Rechnungshof anders eingeschätzt als von den Krankenanstaltenträgern. In der Prioritätenliste der Krankenanstalten ist die Qualität der Arbeit wichtiger als die Qualität der Formalitäten. Wir nehmen die Empfehlungen des Rechnungshofes trotzdem sehr ernst. Wir werden alle Anregungen sehr genau auf Ihre Sinnhaftigkeit und Effizienz prüfen und sind um lückenlose Umsetzung bemüht“, sagt Rezar. Die meisten der Empfehlungen seien bereits auf dem Wege der Umsetzung, bei einigen Empfehlungen versuche man noch den Rechnungshof vom eigenen Standpunkt zu überzeugen – zum Beispiel, was die adäquate Personalausstattung der Hygieneteams betreffe.

 

Top im Qualitätsmanagement

„Der Bereich Qualitätsmanagement deckt alle Agenden des medizinischen und pflegerischen Qualitätsmanagement ab und ist verantwortlich für die Sicherstellung, Überwachung und Verbesserung der Qualität und der Sicherheit der Prozesse im Unternehmen“, erklärt der Gesundheitslandesrat. So hat sich als ersten KRAGES-Haus das Krankenhaus Güssing für die Zertifizierung entschlossen. Die Zertifizierung nach Joint Commission Internationale wurde bereits vor 2,5  Jahren erfolgreich abgeschlossen. In den anderen Häusern der KRAGES steht der Zertifizierungsprozess kurz bevor. „Ebenso hochwertig ist die Qualitätssicherung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Das Krankenhaus wurde im Mai 2014 als erstes Spital Österreichs für die Implementierung des Qualitätsmanagementsystems pCC KTQ inklusive Risikomanagement nach ONR 49001 zertifiziert“, so Rezar. 

 

Wenn der Rechnungshof trotzdem Verbesserungswürdiges gefunden habe, dann liege das unter anderem auch daran, dass vieles was sich im letzten Jahr in allen fünf Häusern getan habe nicht im Bericht berücksichtigt ist, weil es außerhalb des Beobachtungszeitraumes liegt, stellt Rezar klar. Der Prüfungszeitraum umfasste im Wesentlichen die Jahre 2010 bis 2012. Der Bericht des Rechnungshofes umfasst insgesamt 57 Empfehlungen. Davon richten sich zehn ausschließlich an das zuständige Bundesministerium, sieben an das Land. Die Adressaten der anderen Empfehlungen sind die Träger der Krankenanstalten, die KRAGES und der Konvent der Barmherzigen Brüder, sowie die fünf  burgenländischen Krankenanstalten.

 

Onkologische Versorgung: Rezar: „Qualität und wohnortnahe Versorgung steht im Mittelpunkt“

Ein ganzes Empfehlungsbündel befasst sich mit der onkologischen Versorgung. Nach dem Motto „Kurze Wege für ein langes Leben“ hat das Land beschlossen, eine möglichst wohnortnahe onkologische Versorgung zu gewährleisten. „Die Expertenmeinung wird mittels eines Tumorboards eingeholt, damit eine effiziente, zeitgemäße und auf dem letzten Stand der Wissenschaft basierende Behandlung vor Ort erfolgen kann“, so Rezar. Der Rechnungshof bemängelt das Fehlen schriftlicher Kooperationsvereinbarungen zwischen den einzelnen KRAGES-Häusern. Dies sei nicht nachvollziehbar, meint Rezar: „Es gibt eine Geschäftsführung. Es ist nicht zielführend, wenn ein KRAGES-Haus mit den anderen KRAGES-Haus Verträge abschließt.“ Hingegen seien Kooperationsvereinbarungen mit onkologischen Zentren anderer Bundesländer, etwa Wien und Graz, unbedingt notwendig. Dazu würden schon längere Zeit Verhandlungen laufen und man stehe kurz vor dem Abschluss.

 

Personalausstattung der Hygieneteams

Die Personalausstattung der Hygieneteams der fünf burgenländischer Krankenhäuser sieht Rezar im nichtmedizinischen Bereich als ausreichend. „Der RH sieht dies nicht so. Aber das zur Verfügung stehende Stundenausmaß wird derzeit nicht ausgeschöpft“, so der Landesrat. Das Stundenausmaß werde aber aufgrund der wachsenden Aufgaben laufend evaluiert und angepasst. Hinsichtlich des hygienebeauftragten Arztes sei das Stundenausmaß ausgeschöpft. Ein zusätzlicher Dienstposten für einen zentralen hygienebeauftragten Arzt sei vorgesehen.

Auf wenig Verständnis stößt die Praxis der Rechnungshofprüfer die Dauer von Operationen  an verschiedenen Krankenhäusern miteinander zu vergleichen. „Die Dauer einer Operation als Qualitätskriterium heranzuziehen ist nicht nachvollziehbar“, sagt der Ärztliche Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Prim. Dr. Mathias Resinger. Der Rechnungshof bezog sich in seinem Bericht auf eine Operation im Krankenhaus Oberwart und sprach von einer „vergleichsweise hohen Verweildauer im OP-Bereich“. Rezar: „Alleine aus infrastruktureller Sicht lassen sich die OP-Bereiche von Krankenhäusern nicht vergleichen". Grundsätzlich stehe man jeder Prüfungen positiv, sagt der Ärztliche Direktor der KRAGES, Dr. Kurt Resetarits: „Jede Prüfung erhöht die Qualität.“

 

        

 

Bericht Qualitätssicherungsmaßnahmen 1, 2 (v.l.): Dr. Kurt Resetarits, Ärztlicher Direktor KRAGES, DGKP Renate Peischl, MAS, Qualitätsmanagementdirektorin KRAGES, Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar, Prim. Dr. Mathias Resinger, Ärztlicher Direktor Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, Robert Maurer, MSc, MBA, Gesamtleiter KH der Barmherzigen Brüder Eisenstadt

 

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

15 Jahre im Dienst der BurgenländerInnen

P  r  e  s  s  e  i  n  f  o  r  m  a  t  i  o  n 

 

15 Jahre im Dienst der BurgenländerInnen 


LR Peter Rezar zieht Zwischenbilanz nach 15 Jahren Tätigkeit als Regierungsmitglied

für Gesundheit, Soziales und Krankenanstalten

 


Auf den Tag genau heute vor 15 Jahren wurde Landesrat Dr. Peter Rezar erstmalig als Mitglied der Burgenländischen Landesregierung angelobt. „Ich bin dankbar und sehr stolz, dass ich in den vergangenen 15 Jahren die Ressorts Gesundheit, Soziales und Krankenanstalten – Bereiche, die die Menschen im Burgenland unmittelbar betreffen, – gestalten konnte und Verantwortung tragen durfte“, zog der Landesrat heute, Montag, eine Zwischenbilanz seiner Tätigkeit. Schon allein ein Blick auf die Entwicklung des Budgets spiegelt die positive Entwicklung bei Gesundheit, Sozialem und Krankenanstalten wider. So nahmen die bereitgestellten Budgetmittel  im Sozialbereich von 98.971 Euro im Jahr 1998 um 45 Prozent auf über 144 Millionen im Jahr 2013 zu. Beim Rettungswarndienst stieg das Budget im gleichen Zeitraum um 457% von rund 630.000 auf über 3,6 Millionen Euro.
 
Einen starken Zuwachs beim Budget gab es auch bei den Impfungen (+304%, von mehr als 76.000 Euro auf über 310.000 Euro) und den Krankenanstalten (+30%, von 144,9 Millionen Euro auf 188 Millionen Euro). Es wurden Schwerpunkte gesetzt quer durch alle Bereiche und für alle Bevölkerungsgruppen: von der Jugendbeschäftigung, der Pflege und Betreuung, über die Erstellung von Konzepten wie dem Burgenländischen Psychiatriekonzept, wichtigen Vorsorgeprojekten - z. B. das Diabetesbetreuungsmodell, die Darmkrebsvorsorge, die Ausweitung der kostenlosen Impfvorsorge für Kinder um die Hepatitis B sowie die Rotavirenimpfung und Pneumokokken bei , dem steten Ausbau der Leistungen und Neuerungen bei den Burgenländischen Krankenanstalten bis hin zur Hospiz und Palliativversorgung oder auch der Arbeitnehmerförderung sowie Maßnahmen im Bereich Qualifikation und Ausbildung.
 
Herzstücke unter vielen waren sicherlich der Ausbau der burgenländischen Krankenanstalten sowie der Ausbau von Einrichtungen zur Rehabilitation und sowie zur Pflege und Betreuung, der gerade unter dem Gesichtspunkt der
demographischen Entwicklung besonders wichtig ist. Derzeit hat das Burgenland österreichweit den höchsten Anteil älterer Menschen zu so Rezar. Grund zur Freude gibt die Einstellung der Burgenländerinnen und Burgenländer zur Prävention. Das Burgenland liegt in einem  Bundesländervergleich bei der Vorsorgeuntersuchung auf Platz Eins.
Mit den verschiedensten Projekten ist es gelungen, Prävention zum Thema zu machen. Es wurde der Paradigmenwechsel zur Vorsorge vollzogen. Die zahlreichen Maßnahmen und auch die Sensibilisierung der Menschen haben das Burgenland im Bereich der Vorsorgeuntersuchung an die Spitze Österreichs gehievt“, so der Landesrat

 


 

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Land fördert Kurzzeitpflege

Land fördert Kurzzeitpflege
LR Rezar: „Kurzzeitpflege in Heimen ist ein wichtiger Beitrag zur Entlastung von pflegenden Angehörigen“

Die vorübergehende Unterbringung von pflegebedürftigen Personen in Pflegeheimen wird ab sofort vom Land Burgenland finanziell unterstützt. Details dazu gab Soziallandesrat Dr. Peter Rezar heute, Dienstag, bekannt. „Es hat sich gezeigt, dass gerade Kurzzeitpflege immer stärker nachgefragt wird. Rund ein Drittel aller PflegegeldbezieherInnen im Burgenland, das sind etwa 12.000 Personen, wird zu Hause nur von Angehörigen ohne professionelle Hilfe versorgt. Für diese pflegenden Angehörigen gilt es Unterstützungsangebote zu schaffen. Die Förderung der Kurzzeitpflege in Heimen stellt für sie eine wichtige Entlastung dar“, erklärte Rezar. Die Unterstützung wird für höchstens 90 Tage pro Jahr gewährt und gilt rückwirkend ab 1.1.2013.

Entlastung pflegender Angehöriger
Von rund 17.900 PflegegeldbezieherInnen im Burgenland werden etwa 12.000 zu Hause ausschließlich von Angehörigen versorgt – ohne Unterstützung durch professionelle Pflegedienste oder 24-Stunden-Betreuung. „Für die Angehörigen bedeutet das oft eine enorme physische und psychische Belastung. Kurzzeitpflege ist ein Beitrag, pflegende  Angehörige zu entlasten und die häusliche Pflege zu stützen und längerfristig möglich zu machen“, so Rezar. Dabei handelt es sich um einen befristeten Heimaufenthalt zur Rekonvaleszenz, etwa nach Spitalsaufenthalten oder wegen urlaubsbedingter bzw. anderer vorübergehender Verhinderung sonst pflegender Angehöriger. Bisher gab es dafür keine finanzielle Unterstützung durch das Land.  

Maximal 90 Tage im Jahr
Anspruchsberechtigt sind österreichische oder diesen nach dem Bgld. Sozialhilfegesetz gleichgestellte Staatsbürger mit Hauptwohnsitz im Burgenland. Voraussetzung ist Pflegegeldbezug mindestens der Stufe 3 bzw. bei Demenzerkrankung der Stufe 1 oder Rekonvaleszenz. Gefördert wird der Aufenthalt in einem Altenwohn- oder Pflegeheim im Burgenland, bei Nichtverfügbarkeit eines Platzes aber auch in einem anderen Bundesland für mindestens vier, maximal 90 Tage pro Kalenderjahr.

Für die zu pflegende Person fallen als Kostenbeitrag 80% der Pension (ohne 13. und 14. Bezug) und das Pflegegeld (abzüglich 44,30 Euro Taschengeld) für den aliquoten Anteil an Tagen des Heimaufenthalts an, den allfälligen Restbetrag auf die Gesamtkosten übernimmt das Land. Die Auszahlung der Förderung erfolgt im Nachhinein gegen Vorlage der Rechnung des Pflegeheimes und einer Zahlungsbestätigung.

Anträge bei Sozialabteilung des Landes und in Altenwohn- und Pflegeheimen
Detailinformationen, Richtlinien und der Antrag zur Gewährung von Unterstützung für Kurzzeitpflege sind auf burgenland.at/Gesundheit & Soziales/Kurzzeitpflege Neu abrufbar, Antragsformulare liegen auch in allen burgenländischen Altenwohn- und Pflegeheimen auf.

 

Schulkampagne

Schulkampagne soll SchülerInnen für den Umgang mit psychischen Erkrankungen sensibilisieren
Kooperation von Landesschulrat für Burgenland und pro Mente Burgenland zum Jahr der Jugend 2014
schulkampagne
Eine gemeinsame Schulkampagne zum Thema psychische Erkrankungen haben der Landesschulrat für Burgenland und pro mente Burgenland im Rahmen des Jahres der Jugend 2014 ins Leben gerufen. Die Kooperation richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufen und soll durch Information und persönliche Begegnungen zur Entstigmatisierung dieser Krankheiten beitragen. Heute, Donnerstag, stellten Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar und die Partner die Kampagne im Gymnasium Kurzwiese in Eisenstadt vor. „Psychische Erkrankungen nehmen deutlich zu und sind die Hauptgründe für längeren Krankenstand oder Invaliditätspension. Der volkswirtschaftliche Schaden dieser Entwicklung ist enorm, das persönliche Leid unermesslich. Beinahe jeder von uns ist in seinem Umfeld schon mit psychischen Erkrankungen in Kontakt gekommen oder hat sich selbst in einer Krise befunden. Es ist daher naheliegend, junge Menschen für diese Erkrankungen zu sensibilisieren. Die Kampagne leistet Präventionsarbeit im besten Sinn“, stellte Rezar fest. 

 
Mit Aufklärungsarbeit bei Jugendlichen ansetzen
Psychische Erkrankungen sind laut WIFO Report bei den österreichischen Männern die zweithäufigste und bei Frauen die häufigste Ursache für Invaliditätspension. Jeder Vierte hat das Risiko, einmal im Leben an einer psychischen Störung zu erkranken. Dennoch seien die gesellschaftliche Akzeptanz noch immer nicht vollends gegeben und Essstörungen, Depressionen oder Schizophrenie noch immer Tabuthemen. „Ein Teil der Arbeit von pro mente ist deshalb auch Aufklärung“, erklärt HR Mag. Bruno Wögerer, Obmann von pro mente Burgenland. Er sei glücklich über die Kooperation mit dem Landesschulrat, denn „nirgends ist Aufklärungsarbeit so leicht wie bei jungen Menschen“. Mag. Dr. Gerhard Resch, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland, sieht im Projekt einen hohen erzieherischen und persönlichkeitsbildenden Wert: „Das ist ein Gewinn für die jungen Menschen und für die Gesellschaft. Wir freuen uns, pro mente dabei zu unterstützen“.

Hemmschwellen und Vorurteile werden abgebaut
Über eine Kinoreihe zum Tag der seelischen Gesundheit sei ein erster Kontakt zu pro mente entstanden, erzählt MMag. Brigitte Leypold, Lehrerin für Psychologie und Philosophie am Gymnasium Kurzwiese in Eisenstadt. Sie integrierte das Thema in den Psychologieunterricht. Berichte von Betroffenen über den Umgang mit ihrer Erkrankung, die Simulation einer Psychotherapiesitzung und der Besuch des pro mente-Hauses Lackenbach und Gespräche mit KlientInnen hätten bleibende Eindrücke hinterlassen: „Dadurch konnten anfängliche Hemmschwellen und Vorurteile abgebaut werden. Die SchülerInnen haben aber auch bleibende Erfahrungen gewinnen können. Das fördert Empathie und soziale Kompetenz“. Das bestätigt auch Julia Ragossnig, Schülerin der 7c im Gymnasium Kurzwiese: „Die Offenheit, mit der die KlientInnen über ihre Krankheit gesprochen haben, hat uns am meisten beeindruckt. Wir konnten nachvollziehen, wie man mit einer solchen Erkrankung umgeht und welche Therapieangebote es gibt“.

Exkursionen in pro mente Häuser, Vorträge an Schulen, Kinoreihe
Mit einer Reihe von Aktivitäten wollen pro mente und Landesschulrat nun gezielt an junge Menschen herantreten. Das Angebot umfasst Exkursionen in die pro mente Häuser Lackenbach und Kohfidisch mit persönlichen Begegnungen mit KlientInnen, TherapeutInnen und BetreuerInnen sowie Vorträge mit Fachleuten von pro mente Burgenland, aber auch mit Besuchen von KlientInnen in den Schulen. Während der pro mente Kinowoche vom 9.-17. Oktober 2014 steht für Schulen eine Vormittagsvorstellung im Kino Oberpullendorf mit  Filmen zum Thema psychische Gesundheit am Programm; ExpertInnen stehen für Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus stellt pro mente kostenlos Informationsmaterial für den Unterricht zur Verfügung.

 


 

 

Bild (v.l.): Stellten gemeinsame Schulkampagne zum Jahr der Jugend 2014 vor: Gesundheits-LR Dr. Peter Rezar, Mag.a Karin Rojacz-Pichler, Direktorin Gymnasium Kurzwiese, Julia Ragossnig, Schülerin am Gymnasium Kurzwiese, MMag.a Brigitte Leypold, Lehrerin für Psychologie und Philosophie am Gymnasium Kurzwiese, Mag. Dr. Gerhard Resch, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland, HR Mag. Bruno Wögerer, Obmann von pro mente Burgenland
Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice 
 

 

modernste technologien f. betreubares wohnen

 

Modernste Technologien für betreubares Wohnen

 

Arbeiter-Samariter-Bund und AIT starten Projekt im Burgenland

Im Rahmen der österreichischen Forschungsinitiative statten ForscherInnen des AIT Austrian Institute of Technology betreubare Wohneinheiten des Arbeiter-Samariter-Bundes im Burgenland mit modernster Technologie aus. Im Fokus steht dabei die Unterstützung von älteren Menschen, möglichst lange und komfortabel ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die von AIT entwickelten Lösungen bilden die Grundlage für innovative Assistenzsysteme um ältere Menschen individuell zu unterstützen. Ein „smart home“ beruht auf intelligenten Technologien, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und im Optimalfall ein möglichst unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. „Zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählt der demografische Wandel, denn die Gesellschaft wird im Durchschnitt immer älter. Bereits in weniger als 40 Jahren wird jeder dritte Mensch in Europa über 65 Jahre alt sein. Uns ist es deshalb wichtig, die Lebensqualität von älteren Personen zu verbessern. Die Notwendigkeit, eine moderne Wohnumgebung zu schaffen, die unterstützend und förderlich für die Gesundheit wirkt, ist damit ein Gebot der Stunde“, betonte Bundeskanzler Werner Faymann.

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie startete bereits 2008 das Förderprogramm „benefit“ für Forschung und Entwicklung von Innovationen zur Unterstützung älterer Menschen. Die Technologien sollen der älteren Generation den häuslichen Alltag erleichtern und Sicherheit, Komfort, soziale Integration und Gesundheit fördern. „Mit dem Förderprogramm ‚benefit‘ ist es gelungen, der einheimischen Forschungslandschaft neue Impulse zu geben und gleichzeitig eine einzigartige Forschungsinfrastruktur mit direktem Nutzen für die Gesellschaft entstehen zu lassen. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung ist unentbehrlich für die rasche Umsetzung in die Praxis“, so Bundesministerin Doris Bures.

Die Wohnungen befinden sich in den burgenländischen Bezirken Oberpullendorf, Mattersburg, Güssing, Oberwart und Jennersdorf. Dem Burgenland ist damit ein Durchbruch in der Versorgung, vor allem in den ländlichen Gebieten, gelungen. Dazu Landeshauptmann Hans Niessl: „Unsere ältere Generation lebt nicht am Rande, sondern ist  integrierter und versorgter Teil unserer burgenländischen Gesellschaft. Das macht auch die Identität und die Seele des Burgenlandes aus, denn durch eine altersgerechte Bauweise und Technologie gibt das Burgenland seinen Bürgerinnen und Bürgern die Grundlage für ein langes, selbstbestimmtes Leben. Mit dieser Initiative nimmt das Burgenland - einmal mehr - eine Österreichweite Vorreiterrolle ein.“

Im Forschungsschwerpunkt AAL befassen sich AIT-ExpertInnen mit Verhaltensmusteranalysen, Kommunikationssystemen und Sensorik. Im nächsten Schritt werden diese Lösungen erstmals in einem großangelegten Projekt in der Praxis getestet. Das AIT stattet über 50 betreubare Wohneinheiten des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASBÖ) mit „smart home-Technologien“ aus. Die betreubaren Wohnungen werden derzeit für die Ausstattung vorbereitet und die BewohnnerInnen bzw. das Betreuungspersonal informiert. Weitere Projektpartner sind die Fachhochschule Technikum Wien, UMIT, OSG und Kapsch. Erklärtes Ziel ist es, die Akzeptanz der verschiedenen Module und deren Nutzen für die BewohnerInnen zu evaluieren. Gefördert wird das Projekt durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).


Heizung, Licht und jede andere Energienutzung können auf diese Art reguliert und an die Gewohnheiten der Menschen angepasst werden. Die Anwendungen reichen von Videochat bis zur Fernüberwachung des gesundheitlichen Zustandes. Durch e-health-Anwendungen und die automatische Übertragung von Daten wird der Gesundheitszustand der BewohnerInnen laufend beobachtet. Mit diesem Projekt ist ASBÖ ein Meilenstein in der zukünftigen Pflege gelungen. Der klassische Heimnotruf ist ebenso integriert, wie Bewegungssensoren, Bestellung von Essen oder die Erinnerungsmeldung, falls Medikamente eingenommen werden müssen. Kritische medizinische Werte, wie Blutzucker oder Blutdruck können überwacht und die Hauskrankenpflege informiert werden, wenn ein Grenzwert überschritten wird. 

 

  Bild 1             Bild 2 

Bildtext/Bild 1 (v.l.n.r.): Präsidentin AAL-Austria, Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer ASBÖ, Landeshauptmann Hans Niessl, Bundeskanzler Werner Faymann, Bundesministerin Doris Bures und  Michaela Fritz, Head of AIT Health & Environment, präsentierten in Wien modernste Technologien für betreubares Wohnen

 

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

 

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